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Austausch zu Fragen der Zeit:

Zehn Jahre Evangelisches Forum Schwalm-Eder

 
Schwalm-Eder. Zum Homberger Hessentag 2008 wurde das Evangelische Forum Schwalm-Eder aus der Taufe gehoben – Ziel war es, einen Raum zu schaffen, in dem Fragen unserer Zeit thematisiert und diskutiert werden können. Ein Jahr später schufen die Träger des Projekts, das sind die drei Kirchenkreise im Schwalm-Eder-Kreis sowie das Hessische Diakoniezentrum Hephata, die rechtlichen Grundlagen für diese Einrichtung der Erwachsenenbildung. Seither bietet das Forum rund 30 Veranstaltungen im Jahr zu Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Technik an und schafft dabei Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit Gemeinden und Institutionen vor Ort und in der Region.
 
Anlässlich des zehnten Geburtstages hatten die Organisatoren zu einer Zukunftskonferenz in den Kulturbahnhof Wabern eingeladen, Geschäftsführer Dierk Glitzenhirn begrüßte rund 100 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Verbänden, Institutionen, Vereinen und anderen Bereichen. „Sie übernehmen Verantwortung und setzen sich für ethische Grundsätze sowie sozialen Zusammenhalt ein“, würdigte Landrat Winfried Becker in seinem Grußwort das Engagement des Evangelischen Forums.
 
In seinem Impulsvortrag unter dem Motto „Die Zukunft ist nicht mehr die Verlängerung der Vergangenheit“ machte Gastredner Dr. Winfried Kösters deutlich, „ein -Weiter so- funktioniert nicht mehr“. Anschließend beschäftigten sich fünf Arbeitsgruppen im sogenannten „World-Café“ mit den Themen „Gemeinwesenbezogenes Unternehmertum“, „Die neue Rolle: ermöglichende Kommunen“, „Urbanes Landleben“, „Kunst und Kreativität neu“ sowie „Nachbarschaften“. Ziel dieser unterschiedlichen Ideenschmieden war es, kreative Impulse für das Landleben zu fördern und dabei bewusst quer zu den herkömmlichen Ansätzen zu denken. Nach der Hälfte der Zeit wurden die Gruppen neu zusammengestellt, so kamen weitere Innovationen zu Tage. „Das war heute ein großes Aufeinanderzugehen“, bilanzierte Glitzenhirn den ertragreichen Nachmittag, nun müsse man in naher Zukunft an die konkrete Umsetzung herangehen, gab er den Teilnehmern mit auf den Weg.
 
Ein Konzert des palästinensisch-syrischen Pianisten Aeham Ahmad im vollbesetzten (Warte-)Saal krönte am Abend die Feierlichkeiten. Begleitet von Ernesto Briceno, begeisterte der 30-Jährige mit seiner eindrucksvollen Musik, zu der er immer wieder Geschichten aus seinem Leben erzählte, die dem Publikum bisweilen sehr nahe gingen. (Text und Fotos: Uli Köster).
 
 
Freude über zehn Jahre Evangelisches Forum Schwalm-Eder
 
(v.l.): Landrat Winfried Becker, Pfarrer Dierk Glitzenhirn,
Dekanin Sabine Tümmler, Gastredner Dr. Winfried Kösters,
Propst Helmut Wöllenstein und Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt.
 
 
Engagierte Ideensammler
(v. l.):Bürgermeister Dr. Nico Ritz informiert über die Be-
strebungen Hombergs, in das internationale Cittàslow-
Netzwerk aufgenommen zu werden, das sich der Ver-
besserung der Lebensqualität in Städten verschrieben hat.
 
 
 
Impulse aus unterschiedlichen Sichtweisen
Diese Teilnehmer diskutieren über das Themengebiet „Urbanes Landleben“.
 
 
 
Gegenseitige Hilfe:
Mit viel Engagement sammeln die Teilnehmer Ideen zum
Thema „Nachbarschaft“.
 
 
 
„Kunst und Kreativität neu“
Silvia Pahl und Klaus Wilmanns vom theater 3hasenoben
bespiegeln das Thema auf andere Weise.
 
 
 
Der palästinensisch-syrische Pianist Aeham Ahmad bei seinem Konzert.
 
 
 
Das Publikum des Abends war berührt von den Erzählungen aus Not und
Krieg und war begeistert vom orientalisch-klassischen Musikmix und wurde immer wieder zum Mitsingen angeleitet. Der Höhepunkt war Schillers neu interpretierte „Ode an die Freude“ auf den Spuren Ludwig van Beethovens.