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Jahresrückblick 2018
 
 
Liebe Mitbürgerinnen,
liebe Mitbürger,
liebe Freunde der Gemeinde Wabern,
 
nach einem beinahe endlos langen Sommer sind wir fast übergangslos im Winter und nun auch schon wieder im neuen Jahr 2019 angekommen. Aber unser Blick richtet sich auch noch einmal zurück.
 
Thematisch wurde auch das Jahr 2018 von den Kindertagesstätten und Gestaltung der Rahmenbedingungen für die Kinderbetreuung dominiert. Wurde Ende 2017 der unterschriftsreife Bauantrag für die neue Kindertagesstätte vorgelegt, so begannen Anfang 2018 die Bauarbeiten für die neue sechsgruppige Einrichtung zwischen Feuerwehr und Grundschule Wabern. Über das Jahr hin hat das Gebäude Gestalt angenommen und wir stehen nunmehr in der Endphase vor der Fertigstellung und Inbetriebnahme dieser Einrichtung. Ab dem Frühjahr 2019 werden 120 Betreuungsplätze hier angeboten.
Die Außenarbeiten am Kindergarten Falkenberg sind weitestgehend abgeschlossen. Auch hier ist nunmehr die Betreuung der unter Dreijährigen ermöglicht worden. Der Kindergarten präsentiert sich nun mit einer neuen Innenraumgestaltung und einem Mehr an Fensterflächen freundlich, hell und transparent.
 
Darüber hinaus konnten wir auch dank des großen Engagements unserer Bauhofmitarbeiter während der dreiwöchigen Sommerferien den bestehenden Kindergarten im Kernort Wabern sanieren und mit der Verlegung von neuen Fußböden, dem Einbau einer neuen Küche und neuer Akustikdecken hier eine Modernisierung durchführen.
 
Eine Verbesserung der Betreuung und Förderung unserer jüngsten Einwohner wurde auch unter Mitwirkung der Gemeinde Wabern, des Fördervereins Grundschule Falkenberg und des Schwalm-Eder-Kreises dadurch erreicht, dass die Grundschule Falkenberg einen Anbau für neue Klassenräume erhielt. In erster Linie wird eine Optimierung der Unterrichtssituation durch ein größeres Raumangebot erzielt. Darüber hinaus erhoffen wir uns natürlich auch eine Sicherung des Schulstandortes Falkenberg.
 
Was man durch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger erreicht und wie wichtig dies für ein Gemeinwesen ist, zeigte sich in diesem Jahr mit vielen Ereignissen.
 
Der Ortsteil Zennern konnte in 2018 auf seine 825. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung zurückblicken. Zum Anlass wurde dies genommen, im Juli einen Festakt im Dorfgemeinschaftshaus mit einem interessanten Programm zu veranstalten. Es folgte ein Festwochenende um das DGH und den neugestalteten Platz am Ehrenmal. Ein Ereignis, das sowohl den Einwohnern aus Zennern als auch den Menschen aus unserer Gemeinde in sehr guter Erinnerung bleiben wird. Abgerundet wurde das Festjahr mit einem Abschlusskonzert in der Kirche in Zennern im November.
 
Zwei für unsere Gemeinde wichtige Vereine konnten in diesem Jahr auf ihr 70 jähriges Jubiläum zurückblicken. Sowohl der Landfrauenverein Wabern als auch der VdK Wabern begingen ihr Jubiläum feierlich. Man blickt zurück auf eine ereignisreiche Vergangenheit, die geprägt ist von vielen interessanten Veranstaltungen mit einer ganz wichtigen Wirkung in die Orte mit ihren Menschen hinein und der Hilfestellung in persönlichen Lebenssituationen.
 
An dieser Stelle allen, die dazu beigetragen haben, dass diese beiden Vereine, aber auch alle anderen Vereine in unserer Gemeinde, ihre wichtige Funktion erfüllen können, einen herzlichen Dank.
 
Unsere Gemeinde besteht aus vielen Vereinen und aus vielen Institutionen und wir machen uns immer wieder auch Gedanken, wie wir leben und wohnen wollen im Dorf und in unserer ländlichen Region und wie wir es weiterhin interessant gestalten können.
 
In diesem Jahr haben wir mit der Evangelischen Landeskirche und der LEADER-Region eine Veranstaltung unter dem Motto „Wir bleiben hier, Ideen für bessere Dörfer“ im Kulturraum im Bahnhof Wabern veranstaltet. Allein durch diese Veranstaltung gibt es wieder interessante Denkanstöße, die, wenn sie aufgegriffen werden, hilfreich sein können.
 
Unser Bestreben ist, alle Generationen in diese Diskussion und Denkprozesse einzubinden. Um auch unsere Jugendlichen stärker zu beteiligen, haben wir mit den 12 bis 17 jährigen im Oktober und November in den Ortsteilen Gespräche geführt und Wünsche, Bedürfnisse und Anregungen abgefragt. Anfang des kommenden Jahres wollen wir hierzu eine weitere Veranstaltung durchführen.
 
Auch wurden Investitionen in die Sicherheit und Gefahrenabwehr für unsere Ortsteile getätigt. Im Sommer dieses Jahres konnte das neue Tragkraftspritzen-Logistik-Fahrzeug für die Feuerwehr Hebel in Dienst gestellt werden. Zwei weitere Fahrzeuge sollen beschafft werden. Die Ortsteile Uttershausen und Zennern erhalten neue wasserführende Tragkraftspritzenfahrzeuge.
 
Kulturell haben wir auch in diesem Jahr zusammen mit allen in diesem Bereich Engagierten, wie dem Geschichts- und Kulturkreis, versucht, ein interessantes Angebot zu gestalten.
Neben der Kulturwoche, die in diesem Jahr sehr gut angenommen wurde, und Veranstaltungen der Vereine, wie beispielsweise des 80iger Jahre Abends in der Mehrzweckhalle, des „Winter Night Spektakels“, dem Konzert von Biber Herrmann im Rahmen des Gitarrenfestivals Edersee oder jetzt zum Abschluss das „Nachtlicht Konzert“ im Kulturraum im Bahnhof Wabern sind diese auf viel Interesse gestoßen.
Gerne wollen wir dies auch im kommenden Jahr wieder für Sie anbieten.
 
Aber es gab in diesem Jahr auch tragische historische Ereignisse, die uns haben innehalten lassen. Das Schicksal jüdischer Menschen, die in der Gemeinde Wabern gelebt haben, diese verlassen mussten und Gewalt erfuhren, berührt uns auch heute noch. An sie wurde im Februar 2018 durch die Verlegung von Stolpersteinen in der Bahnhofstraße erinnert. Im November gedachten wir der Opfer der Reichspogromnacht. In Falkenberg, am ehemaligen Standort der Synagoge, als auch in Wabern am Gedenkstein für die Opfer von Terror und Krieg fanden Gedenkveranstaltungen statt. Bewegend war die in Wabern im Anschluss an die Gedenkveranstaltung stattfindende Lesung von Dr. Dieter Vaupel aus seinem Buch „Auf einem fremden unbewohnbaren Planeten“.
 
Die Verbesserung unseres Wohn- und Lebensumfeldes und der Erhöhung des Freizeitwertes soll auch durch den Ausbau unseres Radwegenetzes erfolgen. Nach der Erarbeitung eines Radwegekonzeptes im Jahre 2017 hat die Verwaltung sowohl in 2017 als auch in 2018 durch den Bau von asphaltierten Radwegen eine Verbesserung auch im Hinblick auf die Nahmobilität erreichen können. Zum Jahresabschluss 2018 konnten wir auch den Lückenschluss des Schwalmradweges von Harle in Richtung Rhünda durchführen. Wir wollen hiermit auch einen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Wir sind aufgerufen, vor dem Hintergrund einer dramatischen Veränderung der klimatischen Verhältnisse sowohl als Gemeinde aber auch als jeden Einzelnen, der hieran Verantwortung trägt, sich nach seinen Möglichkeiten für eine Reduzierung des CO2-Ausstoßes einzusetzen.
 
Die große Herausforderung für die Kommunen ist gegenwärtig die Sicherung der ärztlichen Versorgung. Viele Städte und Gemeinden haben einen Rückgang an Arztpraxen zu verzeichnen. Die Gemeinde ist intensiv damit beschäftigt, die Voraussetzungen zu schaffen, dass ein Ärztehaus mit einer Tagespflege hier in Wabern errichtet und betrieben wird. Dieser Mosaikstein der sozialen Infrastruktur fehlt uns noch und wir hoffen, im kommenden Jahr das angestrebte Ziel zu erreichen.
 
Das große Ereignis des Jahre 2018 war die Eröffnung des modernisierten Bahnhofes Wabern. Am 30. November 2018 konnte von dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn AG Dr. Klaus Vornhusen, Frau Susanne Kosinsky, Leiterin DB Station & Service Mitte, Wolfgang Rausch, Geschäftsführer NVV, der Bahnhof Wabern offiziell eingeweiht werden. Der Bahnhof Wabern ist nach dem Umbau durch die Erhöhung der Bahnsteige, dem Einbau der Aufzüge und der neuen Personenunterführung sehr viel besser nutzbar für ältere Menschen und Menschen mit Beeinträchtigungen. Der Haltepunkt Wabern hat deutlich an Attraktivität gewonnen und wir sind sehr froh darüber, insgesamt das Erscheinungsbild des Bahnhofes, auch durch die vielfältigen Aktivitäten der Gemeinde und den finanziellen Einsatz verbessert zu haben. Unser Wunsch für die Zukunft ist, dass wir damit auch den Bahnhof dauerhaft zum Haltepunkt für ICE-Züge gemacht haben.
 
Viele Menschen haben sich auch im vergangenen Jahr wieder für unsere Gemeinde eingesetzt und
engagiert.
 
Unser Dank gilt insbesondere
 
den Seniorenbeiräten und allen Gruppen und Organisationen, die die Interessen
unserer älteren Menschen vertreten und zu einem guten sozialen Angebot in unserer Gemeinde beigetragen haben
 
allen Vorständen unserer Vereine und Verbände, die im abgelaufenen Jahr dazu beigetragen haben, dass unsere Gemeinde als lebendiges und funktionierendes Gemeinwesen in Erscheinung treten konnte
 
allen Aktiven der Waberner Feuerwehren, die unzählige Stunden ihrer Freizeit dafür aufwenden, Schäden von ihren Mitbürgern fernzuhalten
 
allen Waberner Ärzten, der Waberner Diakoniestation und ihrem Pflegepersonal sowie allen Sozialvereinen der Gemeinde
 
allen Pfarrern, den Kirchenvorständen sowie allen kirchlichen Gemeinschaften für die Betreuung ihrer Glaubensangehörigen
 
allen Erzieherinnen der Waberner Kindergärten und dem Lehrpersonal der Schulen für die gute Wahrnehmung des Bildungs- und Erziehungsauftrags gegenüber unseren Kindern und Jugendlichen
 
den Mitgliedern des Runden Tisches „Integration“, die mit ihrem Einsatz wesentlich zum Gelingen der Aufnahme von Flüchtlingen in unserer Gemeinde beitragen.
 
Unser Dank gilt allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für das Gemeinwohl auf unterschiedlichste Weise eingesetzt haben.
 
Im Namen des Gemeindevorstandes und der Gemeindevertretung sowie auch ganz persönlich wünschen wir Ihnen, Ihrer Familie und allen Menschen, die Sie im Blick haben, Geborgenheit im Advent, eine gesegnete Weihnacht und ein gutes neues Jahr 2019, in dem wir alle oft Gelegenheit zur Freude finden, der Lichtblick im Leben eines anderen zu sein.
 
Herzliche Grüße
Ihr
 
 
Claus Steinmetz                                                 Wolfgang Ziegler
Bürgermeister                                                    Vorsitzender der Gemeindevertretung