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Das Werk Wabern in aktuellen Zahlen

Tägliche Rübenverarbeitskapazität
in der Kampagne:                                      rd. 6.600 Tonnen
Jährliche Rübenverarbeitungsmenge:       520.000 bis 700.000 Tonnen
Jährlich erzeugter Zucker:                         80.000 bis 110.000 Tonnen
Rohstofflieferant:                                       rd. 1.100 Landwirte
Anzahl Mitarbeiter:                                    rd. 80
Kampagnedauer:                                      ca. 90 Tage
Lagerkapazität in den Silos:                      rd. 50.000 Tonnen

 

Aus der Geschichte

Das Werk Wabern ist nach Brottewitz das zweitälteste Werk der Südzucker AG: Nachdem das Vorhaben einer gemeinsamen Zuckerfabrik in Kassel, die die Rüben der Warburger Börde, des Hofgeismarer/Kasseler Raumes und der Waberner Senke verarbeiten sollte, gescheitert war, gründeten 110 Landwirte aus Nordhessen am 8. August 1880 die Actien-Zuckerfabrik Wabern. Ausgegeben wurden 1.122 vinkulierende Namensaktien, auf die eine Rübenanbaupflicht von 3/8 Hektar pro Aktie bestand.

1975 übernahm die Zuckerfabrik Franken, Ochsenfurt, die Aktienmehrheit. 1977 wurde die Vereinigte Zuckeraktiengesellschaft Obernjesa-Wabern-Waburg (VZAG) als Tochtergesellschaft der Zuckerfabrik Franken gegründet. Im Jahr 1988 fusionierte die Süddeutsche Zucker-AG mit der Zuckerfabrik Franken GmbH zur heutigen Südzucker AG Mannheim/Ochsenfurt; seit 1993 wurde auch die VZAG mit der Südzucker AG verschmolzen. Nachdem 1978 die Zuckerfabrik Obernjesa geschlossen wurde, übernahm Wabern nach einer Kapazitätserweiterung deren Rüben. Bis 1992 wurden die einzelnen Bereiche vollständig systematisch rekonstruiert, sodass heute nur noch das Bahnwaagehäuschen an die alte Zeit erinnert.

 

Die Kampagne im Werk Wabern

Während der Kampagne von September bis Dezember/Januar arbeitet die Fabrik ohne Unterbrechung im 24-Stunden-Betrieb. Pro Tag werden rund 6.600 Tonnen Rüben angeliefert und verarbeitet. In weniger als 5 Sekunden wird in einer mittleren Kampagne Zucker für den Jahresbedarf eines Bundesbürgers erzeugt. Die jährliche Produktion des Werks reicht aus, den Bedarf von knapp 3 Millionen Verbrauchern zu decken.

 

Partner Landwirt

Die Südzucker-Gruppe stützt sich auf die enge Verbindung zur Landwirtschaft. 1.162 Landwirte bauen auf rund 10.000 Hektar Zuckerrüben für das Werk Wabern an. Die im Werk verarbeiteten Zuckerrüben stammen aus insgesamt vier Bundesländern: Thüringen, Bayern, Hessen und Niedersachsen.

Anbau und Bezahlung der Rüben sind vertraglich geregelt. Südzucker und die Landwirte arbeiten unter anderem in den Bereichen Rübenanbau und Rübenlogistik partnerschaftlich zusammen, um so die Versorgung der Fabriken mit dem Rohstoff Rübe in bestmöglicher Qualität und zur richtigen Zeit zu sichern.

 

Der Rohstoff: die Zuckerrübe

Kraftwerk Rübe

Zucker entsteht in vielen Pflanzen und auch in Früchten auf natürlichem Wege. Aus dem Wasser, das die Pflanzen aus dem Erdboden aufnehmen, und dem Kohlendioxid in der Luft wird unter Einwirkung der Energie des Sonnenlichts und mit Hilfe des Blattgrüns das Kohlenhydrat Zucker gebildet. Dabei entsteht als Nebenprodukt Sauerstoff, der an die Luft abgehgeben wird. Dieser Vorgang heißt Fotosynthese. Der in den Blättern auf natürliche Weise gebildete Zucker wandert in alle anderen Pflanzenorgane und wird dort für das Wachstum genutzt oder als Energiereserve im Wurzelkörper gespeichert. In der Zuckerfabrik wird dieser Zucker gewonnen, indem er von den übrigen Pflanzenbestandteilen getrennt und anschließend auskristallisiert wird: Zucker ist also ein reines Naturprodukt.